HP Business Components – Erstellung leicht gemacht!

So sexy die Testfallerstellung und –wartung mit Business Process Tests und Business Compontens im HP Quality Center (QC) auch ist, so aufwändig und mühsam kann die Anlage der Business Components bei einer großen Anzahl an Business Components werden.

Im Regelfall ist der Ablauf zur Anlage einer Business Component wie folgt:

1. Anlage der leeren Component im QC-Modul Business Components
2.
Erstellen der benötigen Input- und Output-Parameter
3.
Hinzufügen eines Testschritts
4.
Beschreibung des Schrittes und Einfügen der Parameter an den notwendigen Stellen. Dieser „Einfügeprozess“ der Parameter ist hierbei wohl der größte Aufwand, da man a) entweder alle Parameternamen im Kopf haben muss, damit man die Beschreibung zügig durchführen kann, oder b) immer den „Parameter Auswählen“-Dialog öffen muss

Wenn man zum Beispiel in einer Anforderungsspezifikation oder einem Usecase eine Liste zu testender Felder/Parameter findet, will man diese oft in einen Testfall übernehmen und bearbeiten.

Beispiel:
In einem Usecase ist folgende Beschreibung zu finden:

  1. Der Benutzer gibt die entsprechenden Daten ein und meldet sich am System an. Folgende Felder stehen dem Benutzer dafür zur Verfügung:
    Username
    Password
    PIN
  2. Das System prüft die folgenden Bedingungen:
    1. Username ist nicht leer
    2. Password ist nicht leer
    3….

Aufgrund dieser Angaben weiß der Testdesigner, dass er für den Anmeldevorgang einen Benutzernamen, ein Password und eine PIN (Persönliche Identifikationsnummer) benötigt. Er wird also diese Felder in die Testfallbeschreibung aufnehmen und für die Felder auch Parameter erstellen, damit der Testfall mit unterschiedlichen Werten durchgeführt werden kann.

Leider unterstützt QC „Out-of-the-box“ keine Möglichkeit, dass man Parameter zum Beispiel  mittels Excel oder CSV „in einem Schwung“ anlegen oder mehrere zur Verfügung stehende Parameter in einem Schritt direkt in die Stepbeschreibung übernehmen kann.

SEQIS hat für die einfachere und komfortablere Anlage von Business Components unter Verwendung des „HP Quality Center Open Test Architecture“-APIs ein Excel-Makro (auf Basis Microsoft Excel 2007) erstellt, welches Sie sich (CreateBPComponents.zip) als Zip-Datei kostenlos herunterladen können.

Das Makro beinhaltet folgende Spalten:

Bezeichnung O = Optional
M = Mandatory
Spaltenbeschreibung (QC-Feld)
Komponentename M Name der Komponente im Qualitycenter.
Komponentenbeschreibung O Beschreibung der Komponente (Beschreibung)
Schrittname M Schrittname (Step Name)
Schrittbeschreibung Wird automatisch generiert Schrittbeschreibungstext (Step Description)
Erwartetes Ergebnis O Erwartetes Ergebnis des Schritts (Expected Result)
Parametername M Names des Parameters
Parameterpräfix O Wird dem Parameternamen vorangestellt.
Befehl (SET/GET/VER) M Gibt die Aktion an, die vom Tester durchgeführt werden soll.
Parameterbeschreibung O Beschreibungstext des Parameters

Wird jetzt das obige Beispiel im Makro erfasst, würde dies wie folgt aussehen.

Hierin besteht der Vorteil, dass die Inhalte der einzelnen Spalten bequem mittels Copy/Paste aus der Spezifikation bzw. aus dem Usecase übernommen werden können. Die Liste der Felder kann so einfach als Parameter übernommen werden.

Das Makro erlaubt es, auch mehrere Komponenten mit mehreren Schritten und mehreren Parametern zu erstellen.
Folgende Grafik soll dies veranschaulichen:


Durch Klick auf den Button „Reformat“ im Excel wird die Schrittbeschreibung anhand der Spalten Schrittname, Parametername, Parameterpräfix und Befehl zusammengesetzt. Dabei werden ungültige Zeichen für Parameternamen entfernt bzw. erstetzt. Als Abgrenzungskriterium, für die im jeweiligen Schritt zu verwendenten Parameter, wird der Schrittname herangezogen. Also die Parameter vom Schrittnamen 1 bis zum Schrittnamen 2 geben an, dass diese Parameter zum Schritt 1 gehören.

Das Format ist:
<Befehl> <Parametername> = <Parameterpräfix>_<Parametername>

Die Schrittbeschreibung aus dem Beispiel sieht nach dem Reformat wie folgt aus:

Schritt 1
SET Username = <<<lg_Username>>>
SET Password = <<<lg_Password>>>
SET PIN = <<<lg_PIN>>>

Bei der Anlage der Components (ausführen von “Start Components-Anlage”) erstellt das Makro jedesmal eine neue Komponente, wenn in der Spalte Komponentenname ein Wert gefunden wird. Ein neuer Schritt – innerhalb der Komponente – wird dann erstellt, wenn in der Spalte Schrittname ein Wert vorhanden ist.

Beispiel:


Aus diesen Daten werden die zwei Components „LogIn“ und „Stammdaten“ erstellt.
Die Komponente „LogIn“ beinhaltet den Schritt „Schritt 1“ mit den Parametern „Username“, „Password“ und „PIN“.
Die Komponente „Stammdaten“ beinhaltet den Schritt „Kundendaten“ (mit den Parametern „Name, Vorname und SV.-Nr.“) sowie den Schritt „Bankdaten“ (mit den Parametern „BLZ“ und Kontonr“).

Durch Klick auf den Button „Start Components-Anlage“ öffnet sich ein Dialog, indem man den QC-Benutzer und Passwort einggeben muss.

Durch einen Klick auf „Authenticate“ wird der eingegebene Benutzer am QC-Server authentifiziert und jene Domänen und Projekte für die der Benutzer berechtigt ist, werden in den Listboxen „Domain“ und „Project“ als Auswahl zur Verfügung gestellt.

Durch Klick auf „Create BPComponents“ wird schließlich das Excel-Sheet abgearbeitet und die Components mit den Steps im ausgewählten QC-Projekt angelegt. Nun stehen die Business Components für die weitere Verwendung im QC zur Verfügung.

Die Components werden im Root-Ordner im Modul „Business Components“ erstellt und müssen von dort ggf. in einen entsprechenden Unterordner verschoben werden.

Unser obiges Beispiel sieht im QC dann wie folgt aus:

Details der erstellen Component

Details der erstellen Komponente

Parameteranzeige der Component

Parameteranzeige der Komponente

Schritte der Component

Schritte der Komponente

Um einen möglichst hohen Wiederverwendungsgrad und eine hohe Wartbarkeit der Business Components und Business Process Tests zu erreichen, empfiehlt SEQIS pro GUI-Maske (mindestens) eine Business Component zu erstellen. In sich abgeschlossene Bereiche pro GUI-Maske sollten ein Schritt innerhalb der Komponente sein.

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